Praxisklinik Dr. med. Gernot Kuth

Praxisklinik für
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Dr. med. Gernot Kuth
Dr. med. Anna-Christina Dreher

Moderne Hör-, Schwindel- und Tinnitusdiagnostik und spezielle Kinderhörtestungen

Kinderhörtest am Mainzer Kindertisch

Untersuchungen zum Hörvermögen, Schwindelerkrankungen und Ohrgeräuschen (Tinnitus) sind zentrale Bestandteile der fachärztlichen HNO-Diagnostik und stellen einen Schwerpunkt in der Praxisklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde dar. Insbesondere bei der Untersuchung von Kindern werden besonders hohe Anforderungen an die apparative Ausstattung gestellt, die natürlich auch für die audiologischen Untersuchungen bei Erwachsenen genutzt werden.

Ein nach DIN ISO schallisolierter Raum liefert durch seine Größe und psychologisch abgestimmte Licht- und Farbgebung optimale Untersuchungsbedingungen, in denen insbesondere der kleine Patient nicht durch Praxisgeräusche abgelenkt wird. Auch Patienten, die Angst vor engen Räumen haben, können aufgrund der räumlichen Größe von 13 qm entspannt untersucht werden. Zudem ist der Audiometrieraum mit dem Rollstuhl befahrbar.

Mit der digitalen Hörtesteinheit können neben Tonhörtest und Sprachhörtest an einer speziellen Kinderaudiometrieanlage (Mainzer Kinderhörtest) mit fünf in einem Meter Radius zum Patienten aufgestellten Lautsprechern und Computerbildschirmen sog. Beobachtungsaudiometrien und konditionierte Bestimmmungen des Hörvermögens durchgeführt werden. Besonders wichtig sind die Anwendungen von Kindersprachtests entsprechend dem Sprachentwicklungsalter des Kindes. Diese Tests können wir nicht nur über den Kopfhörer, sondern auch über die fünf Lautsprecher im freien Schallfeld durchführen. Diese Methode eignet sich ebenfalls sehr gut für den erwachsenen Patienten, der Einschränkungen des Hörvermögens z.B. bei Voträgen, Theater- oder Konzertbesuchen bemerkt hat.

Mittels der Mittelohraudiometrie (Tympanometrie mit Stapediusreflexe) wird die mechanische Funktion der Gehörknöchelchen (Hammer, Amboß und Steigbügel) und Hörmuskelreflexe des kleinen Stapes-Knöchelchen-Muskels gemessen und geben Aussage, ob im Mittelohr alles gesund ist. 

Mit der cochleären Haarzellaudiometrie (DPOAE und TPOAE) werden otoakustische Emissionen bestimmt, wobei aktiv im Innenohr ablaufende Bewegungsvorgänge in der Hörschnecke (Cochlea) gemessen werden. Dieser Untersuchungen werden im Neugeborenenhörscreening und in der Hör- und Tinnitusdiagnostik eingesetzt und geben Aufschluss über die Funktion der Haarzellen, mit denen der akustische Reiz der Schallwellen in einen elektrischen Impuls im Ohr umgewandelt wird. Vergleichbar ist dieser Vorgang mit dem in der Elektronik eines Analog-Digitalwandlers.

Der von der Hörschnecke (Cochlea) ausgehende Stromimpuls wird wiederum über den Hörnerven bis zu den Hörregionen im Gehirn weiter geleitet. Mit der elektrischen Reaktionsaudiometrie oder auch Hirnstammaudiometrie (BERA) können Geschindigkeitsunterschiede beider Hörnerven bestimmt werden, um sog. Akustikusneurinome (gutartige Tumoren am Hörnerven) als Ursache der Beschwerden zu finden. Auch kann eine Hörschwelle, das ist die Lautstärke ab der man hört, durch Veränderungen der Hirnströme der Hörregion bestimmt werden. Eine Untersuchung die bei Kleinkindern oder auch im Gutachtenwesen hilfreich ist, da man bei dieser Höruntersuchung nicht auf Angaben des Patienten angewiesen ist.

Neben neurologischen Basisuntersuchungen führen wir eine computerunterstüzte Gleichgewichtsuntersuchung (Computernystagmographie CNG) der Vestibularorgane durch. Über die kalorische Reizung der Gleichgewichtsorgane im Ohr können Ausfälle dieser Organe rechtzeitig diagnostiziert werden. Die Computernystagmographie ist essentieller Bestandteil der HNO-ärztlichen Schwindeldiagnostik.