Schnarch­diagnostik / Schlaf­medizin

Schnarchen kann ein Anzeichen für ein obstruktives Schlafapnoe Syndrom (OSAS) sein, welches unbehandelt zu ernsthaften internistischen Erkrankungen führen kann.

Zur Abklärung, ob ein krankhaftes Schnarchen vorliegt, führen wir seit 1994 ambulante Schlaflaboruntersuchungen (Polygraphien) durch. Dabei wird der Sauerstoffgehalt im Blut, der Herzschlag, das Schnarchgeräusch und andere Parameter des Schnarchens und Schlafens aufgezeichnet. Patienten können bei dieser Untersuchung in ihrer gewohnten Umgebung zu Hause schlafen.

Falls die ambulante Untersuchung zeigt, dass durch krankhaftes Schnarchen für Patienten die Nacht möglicherweise zur Gefahr wird, wird ein Termin im Schlaflabor im Krankenhaus vereinbart. Dort könnte ggfs. die Anpassung einer nächtlichen Beatmungshilfe (CPAP) erfolgen. Das Ärztehaus mit Lungenfachärzten und Schlafmedizinern, die Zahnklinik mit Spezialisten in der Versorgung mit Unterkieferprotrusionsschienen (sog. Anti-Schnarchschienen), sowie die enge Anbindung an das stationäre Schlaflabor der Pneumologischen Abteilung des Luisenhospitals gewährleisten eine enge interdisziplinäre Abklärung und Therapie.

 

Ambulante Schnarchdiagnostik
Ambulante Schnarchdiagnostik

Funktionsendoskopie, Schlafendoskopie, funktionelle Zungensonographie und Nasenatmungsdurchflussmessung geben Aufschluss über die anatomischen Verhältnisse. Engstellen der Atemwege können entdeckt und ggfs. durch einen operativen Eingriff geheilt werden. Mit diesem Untersuchungsgang werden auch die Erfolgsaussichten einer sog. Antischnarchschiene (Unterkieferprotrusionsschiene) als mögliche alternative Therapie abgeschätzt.